E-Auto Ratgeber HUK Coburg

Ab wie vielen Kilometern lohnt sich ein E-Auto? (TCO-Vergleich 2026)

von Can-Luca Senghas am 13.08.26, 10:09

Frau lädt Elektroauto an Ladestation mit Smartphone-App

Ab wie vielen Kilometern lohnt sich ein E-Auto?

Kurzantwort:
Für die meisten Autofahrer lohnt sich ein E-Auto bereits ab rund 10.000 bis 15.000 Kilometern pro Jahr.
Im Vergleich über 7 Jahre und 7 Fahrzeugklassen fährt das E-Auto in 20 von 21 Konstellationen günstiger als der vergleichbare Verbrenner. Ab 15.000 Kilometern pro Jahr gilt das in jeder Klasse. Entscheidend ist aber nicht die Kilometerzahl allein, sondern das Zusammenspiel aus Energiekosten, Kfz-Steuer, Wartung, Förderung und Restwert.

Die Anschaffung eines Elektroautos kostet meist mehr als die eines vergleichbaren Verbrenners. Über die gesamte Haltedauer gerechnet kehrt sich das Bild in den allermeisten Fällen aber um. Der folgende Vergleich zeigt anhand von sieben Fahrzeugklassen und drei Fahrleistungsstufen, wo sich der Umstieg finanziell lohnt. Eine ausführliche Aufschlüsselung aller Kostenblöcke je Modell finden Sie in unserem separaten Gesamtkosten-Vergleich E-Auto vs. Verbrenner. [Link zum Gesamtkosten-Vergleich des Kollegen]

    • 20 von 21 Konstellationen mit E-Auto-Vorteil

    • Break-even in jeder Klasse ab 15.000 km/Jahr

    • Betrachtungszeitraum: 7 Jahre, Barkauf

    • Eine ehrliche Ausnahme: Kombi für Wenigfahrer

 

Wo liegt Ihr Break-even?

Die jährliche Fahrleistung entscheidet, ob sich der Umstieg für Sie lohnt. Ab rund 10.000 Kilometern pro Jahr liegt das E-Auto in den meisten Klassen bereits vorn, ab 15.000 Kilometern gilt das ausnahmslos.

Gut zu wissen

Der Break-Even bezeichnet den Punkt, ab dem das E-Auto insgesamt günstiger ist als der Verbrenner. 

Fahrertyp:

Älteres Ehepaar sitzt entspannt im Auto während eines Roadtrips

Wenigfahrer

Fahrleistung: 10.000  15.000 km/Jahr

Break-even-Zone
die Fahrzeugklasse entscheidet

 

Glückliche Familie unternimmt gemeinsam einen Roadtrip mit dem Auto

Standardfahrer

Fahrleistung: 15.000 – 20.000 km/Jahr

Klarer E-Auto-Vorteil in jeder Klasse
Selbstbewusster Geschäftsmann fährt Auto und genießt den Roadtrip

Vielfahrer

Fahrleistung: > 20.000 km / Jahr

Klarer E-Auto-Vorteil, wächst mit jedem Kilometer

 

Woher kommt die Ersparnis?

Beispiel VW ID.3 gegen VW Golf 8, 15.000 km/Jahr

Die folgende Tabelle zeigt, welche Kostenblöcke die Ersparnis über 7 Jahre bei einer Fahrleistung von 15.000 km/Jahr tatsächlich tragen. Positive Werte in der letzten Spalte sprechen für das E-Auto, negative für den Verbrenner.
Methodischer Hinweis: Alle Werte stammen aus unserer eigenen Modellrechnung (siehe Abschnitt „Annahmen & Sensitivität“) und sind keine allgemeingültigen Werte für jedes Fahrzeug.

Kostenblock
VW Golf 8 (7 J.)
VW ID.3 (7 J.)
Differenz
Anschaffung
36.440 €
39.995 €
− 3.555 €
BAFA-Förderung 2026
0 €
− 3.000 €
+ 3.000 €
Wallbox (einmalig)
0 €
1.200 €
− 1.200 €
Kraftstroff / Strom
14.280 €
6.799 €
+ 7.481 €
Wartung & Service
5.250 €
1.750 €
+ 3.500 €
Kfz-Steuer
700 €
0 €
+ 700 €
Versicherung
4.760 €
5.180 €
− 420 €
THG-Prämie (Einnahme)
0 €
− 1.750 €
+ 1.750 €
Restwert (Verkaufserlös)
−14.576 €
− 11.999 €
− 2.577 €
Gesamt (7 Jahre)
46.854 €
38.175 €
+8.679 €

 

Der Energiekostenvorteil ist der wichtigste Kostentreiber. Kfz-Steuer, Wartung, Förderung und THG-Prämie kommen obendrauf und federn den höheren Kaufpreis samt Wallbox mehr als ab. Versicherung und Restwert sprechen dagegen für den Verbrenner.

Die 5 Kostenhebel – wo die Ersparnis wirklich entsteht

Die Kilometerzahl ist nur der Auslöser. Ob sich der Umstieg rechnet, entscheiden fünf Kostenblöcke. Drei sprechen für das E-Auto (Energie, Kfz-Steuer, Wartung), zwei für den Verbrenner (Anschaffung, Restwert).

Energie – der größte laufende Hebel

In unserer Modellrechnung sind die Stromkosten pro 100 Kilometer deutlich niedriger als die Benzinkosten. Im 75/25-Lademix kostet Strom rund 0,37 €/kWh, das entspricht laut BDEW-Strompreisanalyse in etwa dem aktuellen Haushaltsstrompreis-Mix. Benzin kostet laut ADAC-Kraftstoffpreisen aktuell rund 2,00 €/Liter.

Auf 100 Kilometer stehen damit etwa 6 € Stromkosten gegen 13 € Spritkosten. Über 7 Jahre ist das der Hebel, der die Rechnung dreht, und er wächst mit jedem gefahrenen Kilometer.

Wie stark der Vorteil ausfällt, hängt stark vom Ladeort ab: Öffentliches Laden ist teurer, eigener Solarstrom günstiger als der Referenz-Mix. Laut einer Untersuchung des Fraunhofer-Instituts im Auftrag der NOW GmbH kostet ausschließlich öffentliches Laden rund 42 % mehr als unser Referenz-Mix, überwiegend eigener Solarstrom rund 60 % weniger.

Am günstigsten laden Sie mit eigener Wallbox, im besten Fall mit eigenem Solarstrom. Fest installierte Wallboxen lassen sich zudem in der Kfz-Versicherung mitversichern.

Redaktioneller Hinweis: Das ist eine eigene, plausible Modellannahme und keine belegte Durchschnittsquote für Deutschland, abgeleitet von der Erhebung des BDEW.

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Kfz-Steuer – zehn Jahre geschenkt

Reine E-Autos sind in Deutschland bis Ende 2035 von der Kfz-Steuer befreit. Ein vergleichbarer Verbrenner kostet je nach Hubraum und CO₂-Ausstoß 100 bis 400 € pro Jahr. Über die Haltedauer wird daraus schnell ein vierstelliger Betrag, den Sie sich beim E-Auto komplett sparen.

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Wartung – weniger Verschleiß, geringere Servicekosten

E-Autos sind in der Wartung meist spürbar günstiger. Kein Ölwechsel, keine Zündkerzen, kaum Bremsenverschleiß dank Rekuperation. In unserer Modellrechnung ergibt sich eine Wartungsersparnis von rund 500 € pro Jahr. Der Spareffekt fällt geringer aus als bei den Energiekosten, summiert sich aber verlässlich Jahr für Jahr.

 

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Anschaffung & Förderung – wie sich die Preislücke schließt 

E-Autos kosten in der Anschaffung meist mehr. Dem steht seit Mai 2026 die neue, einkommensabhängige Kaufprämie des Bundes gegenüber, administriert vom BAFA: mindestens 3.000 € für reine E-Autos bei einem zu versteuernden Haushaltseinkommen bis 80.000 €. Laut Bundesregierung steigt der Betrag mit Kindern und niedrigerem Einkommen auf bis zu 6.000 €. Das schließt einen guten Teil der Preislücke.

Wie sich Förderung, THG-Quote und Kfz-Steuer in Ihrem konkreten Fall auswirken, rechnen Sie am schnellsten selbst durch.

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Restwert – hier gewinnt bislang noch der Verbrenner 

Der Wiederverkaufswert wird bewusst vorsichtig angesetzt. Nach 7 Jahren rechnen wir mit 40 % Restwert beim Verbrenner und nur 30 % beim E-Auto. Wie sich dieser Abstand durch die neue Kaufprämie im Jahr 2026 entwickelt, ist nach Einschätzung der DAT selbst noch offen. Trotz der vorsichtigen Annahme gewinnt das E-Auto fast überall, das macht das Ergebnis belastbar.

Der Antriebs-Akku ist dabei der teuerste Einzelposten am Fahrzeug. Eine Kaskoversicherung, die Schäden am Antriebsakku ohne Altersabzug mitversichert, schützt genau den Wert, der bei einem Elektroauto am stärksten ins Gewicht fällt.

 

Der Vergleich im Detail

Über alle Fahrzeugklassen hinweg ist das E-Auto bei 15.000 Kilometern im Jahr durchgehend günstiger. Alle Beträge sind Gesamtkosten über 7 Jahre nach Abzug des Wiederverkaufserlöses (Nettobetrachtung) und Standard-Fahrleistung von 15.000 km/Jahr.

Klasse
Verbrenner (7 J.)
E-Auto (7 J.)
Ersparnis
Günstiger
Kleinwagen (Fiat 500 vs. 500e)
34.090 €
30.535 €
+ 3.555 € (+ 42 €/Monat)
E-Auto
Kompaktklasse (VW Golf 8 vs. ID.3)
46.854 €
38.175 €
+ 8.679 € (+ 103 €/Monat)
E-Auto
Kombi (VW Passat vs. ID.7)
52.264 €
50.323 €
+ 1.941 € (+23 €/Monat)
E-Auto
Mittlerer SUV (BMW X3 / Audi Q5 vs. Audi Q4 e-tron)
65.030 €
49.281 €
+ 15.749 € (+187 €/Monat)
E-Auto
Mittlerer SUV (BMW X3 / Audi Q5 vs. Tesla Model Y)
65.030 €
38.732 €
+ 26.298 € (+313 €/Monat)
E-Auto
Großer SUV (Audi Q8 vs. Audi Q8 e-tron)
95.390 €
77.594 €
+ 17.796 € (+212 €/Monat)
E-Auto
Premium (Porsche Panamera vs. Porsche Taycan)
112.700 €
92.396 €
+ 20.304 € (+242 €/Monat)
E-Auto

 

Beim gleich teuren Audi Q4 e-tron sparen Sie rund 15.749 € über 7 Jahre. Das Tesla Model Y zählt 2026 weiterhin zu den meistverkauften E-Autos in Deutschland (KBA Daten Januar – Juni 2026), ein Vergleich mit ihm liegt daher nahe. Die Ersparnis von 26.298 € stellt aber ein preiswertes E-Auto einem deutlich teureren Verbrenner gegenüber. Die Vergleichbarkeit ist eingeschränkt. Wir zeigen deshalb beide Varianten offen nebeneinander.

Die Ausnahme: VW ID.7 für Wenigfahrer

Beim Kombi kippt die Rechnung bei geringer Fahrleistung. Bei 10.000 Kilometern pro Jahr kostet der VW ID.7 in unserer Modellrechnung 47.928 € über 7 Jahre, der vergleichbare VW Passat nur 47.364 €. Der Verbrenner liegt damit um 564 € vorn.

Grund ist der hohe Anschaffungspreis-Abstand von 12.255 €, den die niedrigeren Energie-, Steuer- und Wartungskosten des E-Autos bei dieser Fahrleistung noch nicht vollständig ausgleichen. Ab 15.000 Kilometern pro Jahr dreht sich das Bild: Dann liegt das E-Auto mit 1.941 € vorn, bei 20.000 Kilometern bereits mit 4.445 €. Der Kombi ist damit die einzige Klasse in unserem Vergleich, bei der die Fahrleistung tatsächlich über den Sieger entscheidet.

Annahmen & Sensitivität – realistisch betrachtet

Eine TCO-Rechnung ist nur so ehrlich wie ihre Annahmen. Hier liegen sie offen, inklusive der Punkte, an denen sich das Ergebnis verschieben kann.

Rechengrundlage:
Bereich
Annahme
Rechenzeitraum
7 Jahre, Barkauf inklusive Restwert-Verkauf
Benzinpreis
2,00 €/L (Stand 07/2026)
Strompreis
Ø 0,37 €/kWh (75 % Heimladen zu 0,31 €, 25 % Fremdladen zu 0,55 €)
Kaufprämie
3.000 € (BAFA, Haushaltseinkommen bis 80.000 €, keine Kinder)
Kfz-Steuer
E-Auto steuerbefreit, Verbrenner nach Hubraum und CO₂-Ausstoß
Restwert
Verbrenner 40 %, E-Auto 30 % nach 7 Jahren
THG-Prämie
250 €/Jahr
Verbrauch
ADAC-Ecotest-nahe Realwerte, nicht WLTP
Fahrzeugpreise
Hersteller-Konfiguratoren, Stand 07/2026

 

Grenzen unserer Modellrechnung:

  • Fördertopf ist begrenzt: Wir rechnen mit der vollen Kaufprämie von 3.000 €. Der Fördertopf umfasst aber insgesamt nur 3 Milliarden Euro bis 2029, reicht für rund 800.000 Fahrzeuge und wird nicht garantiert bis zum Laufzeitende ausgezahlt.

  • Nur Barkauf gerechnet: Bei Leasing oder Finanzierung verschieben sich Kaufprämie und Restwert-Effekt, die Rechnung ändert sich dann.

  • Sprit- und Strompreise als Momentaufnahme: Beide Preise sind über 7 Jahre konstant gehalten, nicht prognostiziert. Die Sensitivitätstabelle unten zeigt, wie stark das Ergebnis bei anderen Preisen schwankt.

  • Fahrzeugpaarung entscheidet über die Aussagekraft: Der Vergleich eines günstigen E-Autos mit einem teuren Verbrenner verzerrt das Bild. Wir heben deshalb das faire Pendant hervor.

Sensitivität: Kompaktklasse-Duell, 15.000 km/Jahr, Ersparnis über 7 Jahre.
Benzinpreis \ Strompreis
0,31 €/kWh
0,37 €/kWh
0,43 €/kWh
1,80 €/L
≈ +8.400 €
≈ +7.300 €
≈ +6.100 €
2,00 €/L
≈ +9.800 €
≈ +8.700 €
≈ +7.600 €
2,20 €/L
≈ +11.200 €
≈ +10.100 €
≈ +9.000 €

 

Auch am ungünstigsten Rand dieser Bandbreite bleibt das E-Auto vorn. Steigt der Benzinpreis, wächst der Vorteil des E-Autos. Steigt der Strompreis, schrumpft er etwas, verschwindet aber in keinem der neun Szenarien.

Versicherung: der Kostenblock, den Sie selbst in der Hand haben

Energie, Steuer, Wartung und Restwert bestimmt weitgehend der Markt. Die Kfz-Versicherung ist dagegen ein laufender Kostenblock, bei dem ein Tarifvergleich sofort etwas bringt. FOCUS Money zeichnete die HUK-Coburg als „fairsten Kfz-Versicherer“ (Ausgabe 11/2026) aus. Unsere Modellrechnung berücksichtigt sowohl Vorteile als auch Nachteile der jeweiligen Antriebsart. Deshalb zeigen wir auch die wenigen Konstellationen, in denen der Verbrenner im Kostenvergleich vorn liegt.

Pauschal ist ein E-Auto dabei nicht teurer versichert. Eine Auswertung des GDV zeigt: E-Auto-Halter melden in der Vollkasko seltener Schäden, die einzelnen Schäden fallen dafür im Schnitt 15 bis 20 % teurer aus als bei Verbrennern. Beide Effekte gleichen sich weitgehend aus. Mit steigender Fahrleistung wächst das Schadenrisiko unabhängig vom Antrieb, ein Grund mehr, den Beitrag individuell zu vergleichen.

Wie viel Sie in Ihrem Fall bei der Versicherung sparen, sehen Sie am schnellsten im direkten Vergleich.

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Can-Luca Senghas
Consulting & Projects Lead, e-mobilio GmbH
DEKRA-zertifizierter E-Mobilitätsberater

FAQs zum TCO-Vergleich

Lohnt sich ein E-Auto auch für Wenigfahrer?

Meist ja. Schon bei 10.000 Kilometern im Jahr ist das E-Auto in 6 von 7 Klassen günstiger. Die einzige Ausnahme ist der Kombi: Hier liegt der Break-even zwischen 10.000 und 15.000 km, für ausgesprochene Wenigfahrer lohnt der Umstieg in dieser Klasse finanziell noch nicht. Unter rund 8.000 km/Jahr rückt vor allem der höhere Anschaffungspreis in den Vordergrund, den die geringeren laufenden Kosten dann nicht mehr vollständig ausgleichen.

Welcher Kostenblock spart beim E-Auto am meisten?

Die Energiekosten. Strom kostet im typischen Lademix rund 0,37 €/kWh, was auf 100 km etwa 6 € entspricht, gegenüber rund 13 € Sprit beim Benziner. Dieser Vorteil wächst mit jedem Kilometer und trägt die gesamte Rechnung. Kfz-Steuerbefreiung, geringere Wartung und die THG-Prämie kommen obendrauf. (Grundlage: VW ID.3 mit 17,5 kWh/100km gegenüber VW Golf 8 mit 6,8l/100km.)

Gibt es 2026 wieder eine Kaufprämie für E-Autos?

Ja. Seit dem 20. Mai 2026 gibt es eine neue, einkommensabhängige E-Auto-Förderung des Bundes. Reine E-Autos erhalten mindestens 3.000 € bei einem zu versteuernden Haushaltseinkommen bis 80.000 €, für Kinder und niedrigere Einkommen steigt der Betrag auf bis zu 6.000 €. Gefördert werden Neufahrzeuge mit Erstzulassung ab dem 1. Januar 2026, Antrag über das BAFA. Der Fördertopf umfasst insgesamt 3 Milliarden Euro für die Jahre 2026 bis 2029. Die Auszahlung erfolgt, solange die Mittel reichen.

Wie viel bringt die THG-Prämie pro Jahr?

Halter reiner E-Autos können ihre eingesparten CO₂-Emissionen jährlich vermarkten. 2026 liegen die garantierten Prämien meist zwischen rund 270 bis 360 € pro Jahr. Wir rechnen im Vergleich konservativ mit 250 €. Über die HUK-COBURG erhalten Sie für den Verkauf Ihrer THG-Quote aktuell 280 € (Stand: Juli 2026). Die Auszahlung ist für Privatpersonen steuerfrei, nach aktuellem Stand ist das Instrument bis 2040 vorgesehen.

Ist ein E-Auto teurer zu versichern als ein Verbrenner?

Nicht zwangsläufig. E-Autos werden häufig günstig in Typklassen eingestuft. Die Versicherung ist der eine Kostenblock, bei dem Sie durch einen Tarifvergleich sofort sparen können, siehe Abschnitt „Versicherung“ oben. Separat davon: Bei der HUK-COBURG ist der Antriebs-Akku im Kaskoschutz eingeschlossen.

Wann lohnt sich ein E-Auto nicht?

Wenn Sie sehr wenig fahren und auf eine bestimmte Karosserieform angewiesen sind, in der der Preisabstand groß ist: In unserem Vergleich ist das der Kombi (VW ID.7 gegen Passat), bei dem der Verbrenner unter 15.000 km/Jahr noch vorn liegen kann, siehe Abschnitt „Die Ausnahme: Kombi für Wenigfahrer“. Auch ohne verlässliche Lademöglichkeit zu Hause oder beim Arbeitgeber schrumpft der Energievorteil, weil teureres öffentliches Laden einen größeren Anteil einnimmt.