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Wallbox PV-Überschussladen: So sparen Sie beim Laden Ihres E-Autos mit Solarstrom

von Sebastian Gierulski am 08.07.26, 15:06

Eine Frau profitiert vom PV-Überschussladen und lädt ihr Elektroauto mit kostenlosem Solarstrom vom eigenen Dach.

Wer eine Photovoltaikanlage auf dem Dach und ein Elektroauto in der Garage hat, zahlt für Ladestrom mehr als nötig. Der Grund: Ohne gezieltes Lademanagement schicken Sie überschüssigen Solarstrom für rund 8 Cent pro Kilowattstunde ins Netz (je nach Vertrag) – und kaufen gleichzeitig Strom aus dem Netz je nach Stromvertrag meist zwischen 28 und 40 Cent/kWh zurück, um Ihr Auto zu laden. Mit einer Wallbox, die PV-Überschussladen beherrscht, dreht sich dieses Verhältnis zu Ihrem Vorteil um.

Sie laden mit selbst erzeugtem Solarstrom – abhängig von Fahrleistung, PV-Ertrag und Strompreis – die Mehrkosten einer PV-fähigen Wallbox innerhalb weniger Jahre amortisieren.

Nutzen Sie unseren interaktiven Assistenten, um in wenigen Fragen die perfekte Box zu finden.

 

Wie funktioniert Wallbox PV-Überschussladen?

 

Was ist PV-Überschussladen genau?

 PV-Überschussladen bedeutet, dass Ihre Wallbox die aktuelle Erzeugungsleistung Ihrer Solaranlage und den gleichzeitigen Hausverbrauch misst – und nur dann Strom ins Auto leitet, wenn mehr erzeugt wird als im Haus verbraucht wird. Der Überschuss fließt nicht ins Netz, sondern direkt in den Akku Ihres E-Autos.

 

Wie läuft das technisch ab?

 Ein Energiemesser (z.-B. CT-Klemmen oder Smart Meter) sitzt im Hausanschlusskasten und misst sekunden- oder minutengenau, wie viel Strom gerade erzeugt, verbraucht und ein- oder ausgespeist wird. Diese Messwerte schickt er an die Wallbox. Die Wallbox passt daraufhin ihren Ladestrom stufenweise an: Steigt der Überschuss, lädt sie stärker; sinkt er (z. B. durch Wolken oder eingeschaltete Geräte im Haus), drosselt sie.

 

Wie viel spare ich durch Laden mit PV?

 Der Unterschied zwischen Netzstrom und selbst erzeugtem Solarstrom ist erheblich: Während Sie für Netzstrom aktuell rund 35 Cent pro Kilowattstunde zahlen, wird eingespeister Überschuss von dem Netzbetreiber nur mit rund 8 Cent vergütet - jede Kilowattstunde, die Sie stattdessen direkt ins Auto leiten, spart Ihnen also über 25 Cent.

In der Praxis könnte das so aussehen:
Eine PV-Anlage mit 10 kWp und Teileinspeisung wird aktuell mit 7,78 ct/kWh vergütet. Ein durchschnittliches E-Auto verbraucht etwa 20 kWh auf 100 km. Wer jährlich 15.000 km fährt, braucht damit rund 3.000 kWh fürs Laden. Diese würden bei einem marktüblichen Strompreis etwa 1050 € Kosten. Wenn Sie die gleiche Menge einspeisen, würden Sie nur circa 230 € verdienen. Den kompletten Strom also selbst für das Laden des eigenen E-Autos zu verwenden, würde in diesem Beispiel 820 € im Jahr einsparen. Realistisch betrachtet nutzen Sie selten 100 % des erzeugten Stroms. Dennoch sparen Sie auch bei einer geringeren Eigenverbrauchsquote jährlich mehrere hundert Euro.

 

Was passiert bei wenig Sonne?

  Sie können in der Regel einen Mindestladestrom definieren – meist werden 6 Ampere durch die Fahrzeuge vorgegeben, was bei einphasigem Laden etwa 1,4 kW entspricht. Fällt der PV-Überschuss darunter, stoppt das Laden oder es wird automatisch zusätzlich Netzstrom ins Fahrzeug geleitet, abhängig von Ihrer Konfiguration.

 

Was brauche ich für PV-Überschussladen?

Für eine funktionsfähige Wallbox-PV-Überschussladen-Konfiguration brauchen Sie drei Komponenten.

Die besten Wallboxen für PV-Überschussladen 2026

 

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Platz 1: myenergi Zappi – die Referenz für PV-Überschussladen

Die myenergi Zappi ist eine der wenigen Wallboxen auf dem Markt, bei der PV-Überschussladen kein nachträgliches Software-Feature ist, sondern das eigentliche Designziel. Das zeigt sich in der Praxis deutlich.

 

 

Warum übertrifft die myenergi Zappi andere Wallboxen?

     

    

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Platz 2: go-e Charger Gemini flex 11 kW + go-e Controller – die günstigere Alternative

Die go-e Charger Gemini flex ist eine mobile 11-kW-Wallbox mit offener API und aktivem PV-Überschussladen über den separaten go-e Controller. Die Kombination ist günstiger als die myenergi Zappi und bietet einen ähnlichen Funktionsumfang. Im Unterschied zur Zappi besteht das System jedoch aus zwei separaten Komponenten: der Wallbox zum Laden und dem go-e Controller, der das PV-Überschussladen ermöglicht.

 

 

 

Darum überzeugt die go-e Charger Gemini flex 11 kW + go-e Controller:

   

   

   

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Platz 3: go-e Charger PRO CABLE 11 kW + go-e Controller – die Profi-Lösung für Dienstwagenfahrer

Der go-e Charger PRO CABLE richtet sich gezielt an Nutzer, die ihr Laden nicht nur mit Solarstrom optimieren, sondern auch rechtssicher abrechnen müssen. Sein entscheidendes Alleinstellungsmerkmal ist der integrierte MID-konforme Energiezähler, der jede geladene Kilowattstunde kWh-genau erfasst. Dadurch eignet sich die Wallbox besonders für Dienstwagenfahrer, die ihre Stromkosten gegenüber dem Arbeitgeber abrechnen möchten. Das PV-Überschussladen erfolgt über den separaten go-e Controller.

    

   

   

Für wen lohnt sich welche Lösung?

Kriterium
myenergi Zappi
go-e Charger Gemini flex + go-e Controller
go-e Charger PRO CABLE + go-e Controller
Flexibilität
Nur feste Installation
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Nur feste Installation mit integriertem 6 m Kabel
Ladeleistung
Bis 22 kW
Bis 11 kW
Bis 11 kW
Einfache Einrichtung
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Controller muss zusätzlich installiert werden
Controller muss zusätzlich installiert werden
Technisch versierter Nutzer
Einfache Bedienung
Erweiterte Funktionen über Schnittstellen programmierbar
Umfangreiche Schnittstellen
Budget-orientiert
799 €
749 €
1.282 €
Kompatibilität mit Hausbatterie
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Rechtssichere Abrechnung
Eingeschränkt
Eingeschränkt
MID-konformer Zähler


Wer unkompliziert einsteigen will und eine kleine bis mittlere PV-Anlage hat, ist mit der Zappi besser aufgehoben. Wer bereits ein modernes Dreiphasen-Setup plant und bereit ist, die Konfiguration selbst zu übernehmen, spart mit go-e Geld ohne spürbare Einbußen bei der Funktionalität. Die go-e Charger PRO CABLE ist am besten geeignet, wenn der zu Hause geladene Strom rechtssicher und kWh-genau abgerechnet werden muss.

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Sebastian Gierulski
Chief of Staff, e-mobilio GmbH
M.Sc. Sustainable Mobilities

FAQs zu Wallbox PV-Überschussladen 2026

Wie viel PV-Leistung brauche ich mindestens für sinnvolles Überschussladen?

Technisch startet einphasiges Laden ab 1,4 kW (6 A × 230 V). Für einen spürbaren Effekt – also nennenswerte Lademenge aus Solarstrom statt nur kurze Ladeimpulse – sollte Ihre Anlage in der Lage sein, regelmäßig 2 bis 3 kW Überschuss zu erzeugen. Das entspricht in der Praxis einer Anlagengröße von mindestens 5 kWp, abhängig von Ihrem Hausverbrauch. Kleinere Anlagen können trotzdem profitieren, der Anteil genutzten Solarstroms fällt dann aber geringer aus.

Ist einphasiges oder dreiphasiges Laden besser für PV-Überschussladen?

Einphasiges Laden hat einen praktischen Vorteil: Der Mindestladestrom von 6 A entspricht nur 1,4 kW – damit kann die Wallbox bereits bei wenig Überschuss laden. Bei dreiphasigem Laden fließen auf jeder der drei Phasen gleichzeitig mindestens 6 A - die Gesamtleistung liegt deshalb bei 4,1 kW. Das macht dreiphasiges Überschussladen bei schwacher Sonneneinstrahlung träger. Wer viel Eigenverbrauch aus dem Solarstrom maximieren will, sollte das berücksichtigen. Dreiphasig ist trotzdem sinnvoll, wenn schnelles Laden gelegentlich Priorität hat.

Lässt sich Überschussladen mit einer Hausbatterie kombinieren?

Ja, aber es ist nicht egal, in welcher Reihenfolge. Direkt ins Auto laden ist effizienter: Der Umweg über die Hausbatterie kostet durch mehrfache Wandlung 20-30% der Energie durch Wirkungsgradverluste, das direkte Laden nur 10-15%.

Die Hausbatterie macht trotzdem Sinn: als Puffer, wenn das Auto nicht da oder bereits voll ist, oder wenn der PV-Überschuss zu gering für den Mindestladestrom der Wallbox ist. Im Sommer lohnt es, die Hausbatterie zu priorisieren - im Winter sollte das Auto Vorrang haben, weil die Sonnenfenster kürzer sind. Ohne übergeordnetes Energiemanagementsystem können Wallbox und Hausbatterie sich gegenseitig begrenzen.

Kann ich meine bestehende Wallbox nachrüsten?

Das hängt vom Modell ab. Manche Wallboxen lassen sich per Firmware-Update oder externer Steuerung (z. B. über OCPP oder Modbus) in eine PV-Überschussladen-Lösung einbinden – etwa über Drittanbieter-Software wie evcc (Open Source, sehr leistungsfähig). Andere Modelle sind geschlossene Systeme ohne offene Schnittstellen und lassen sich nicht nachrüsten. Prüfen Sie, ob Ihre Wallbox OCPP 1.6 oder eine dokumentierte API unterstützt. Wenn nicht, ist ein Gerätewechsel in der Regel der einfachere Weg.

Ist bei jeder Wallbox ein Ladekabel im Lieferumfang enthalten?

Nein, ein fest angeschlossenes Ladekabel ist nur dann dabei, wenn dies ausdrücklich angegeben ist. Andere Wallboxen werden hingegen nur mit einer Typ-2-Buchse geliefert – in diesem Fall benötigen Sie ein separates Ladekabel. In den meisten Fällen müssen Sie aber kein separates Kabel kaufen, denn viele Elektroautos und Plug-in-Hybride haben bereits ein Typ-2-Ladekabel im Fahrzeug-Lieferumfang enthalten. Prüfen Sie also zuerst, was bei Ihrem Auto dabei ist, bevor Sie ein zusätzliches Kabel kaufen.