E-Auto Ratgeber HUK Coburg

Gesamtkosten-Vergleich E-Auto vs. Verbrenner 2026: Was zahlen Sie wirklich?

von Can-Luca Senghas am 13.08.26, 10:10

Verkäufer zeigt Kunden den Ladevorgang eines Elektroautos

Gesamtkosten-Vergleich: E-Auto oder Verbrenner – was ist am Ende günstiger?

Kurzantwort: Bei einer Fahrleistung von 15.000 Kilometern pro Jahr ist das Elektroauto in unserer Gesamtkostenrechnung über sieben Jahre in allen sieben untersuchten Fahrzeugklassen günstiger als ein vergleichbarer Verbrenner. Die Ersparnis reicht von knapp 2.000 bis über 26.000 €. Erst bei einer geringeren Fahrleistung von rund 10.000 Kilometern pro Jahr kann sich der Kostenvorteil bei einzelnen Modellpaaren wieder zugunsten des Verbrenners verschieben.

Ein Elektroauto ist beim Kauf häufig teurer als ein vergleichbarer Verbrenner. Trotzdem ist damit noch nicht entschieden, welches Fahrzeug Sie über die Jahre wirklich mehr kostet. Denn neben dem Kaufpreis zählen auch Förderung, Energiekosten, Wartung, Versicherung, Steuern und Wertverlust. Anhand von sieben konkreten Modellpaaren aus unserer eigenen Gesamtkostenrechnung zeigen wir, was bei einer Nutzung von 15.000 Kilometern pro Jahr über 7 Jahre tatsächlich anfällt. Und wir zeigen, wer im Vergleich gewinnt.

 

Die Gesamtkostenrechnung (TCO): Rechenbeispiel

Referenz für die folgende Tabelle:
- 10.000 km/Jahr, 15.000 km/Jahr, 20.000 km/Jahr
- 7 Jahre Haltedauer
- Ladekosten-Mix 75% Heim- / 25% Fremdladen (eigene Modellannahme, siehe Energiekosten-Abschnitt oben)
- Basisförderung von 3.000€

Die konkreteste Grundlage für unsere Referenzgröße liefert die eigene HUK-Gesamtkostenrechnung. Für sieben Modellpaare, vom Kleinwagen bis zur Premium-Klasse, haben wir durchgerechnet, wie sich die Gesamtkosten über 7 Jahre unterscheiden. In die Rechnung fließen Anschaffungskosten, staatliche Förderung, Wallbox-Investition, Wertverlust, Kfz-Steuer, Versicherung, Wartung, THG-Prämie und Energiekosten ein.

Kategorie / Modellpaar
Verbrenner
E-Auto
E-Auto günstiger um
Kleinwagen — Fiat 500 vs. Fiat 500e
34.090 €
30.535 €
3.555 € (10 %)
Kompaktklasse — VW Golf vs. VW ID.3
46.854 €
38.175 €
8.679 € (18 %)
Kombi — VW Passat vs. VW ID.7
52.264 €
50.323 €
1.941 € (4 %)
Mittlerer SUV — BMW X3/Audi Q5 vs. Tesla Model Y
65.030 €
38.732 €
26.298 € (40 %)
Mittlerer SUV, Alternative — BMW X3/Audi Q5 vs. Audi Q4 e-tron
65.030 €
49.281 €
15.749 € (24 %)
Großer SUV — Audi Q8 vs. Audi Q8 e-tron
95.390 €
77.594 €
17.796 € (19 %)
Premium — Porsche Panamera vs. Porsche Taycan
112.700 €
92.396 €
20.304 € (18 %)

Quelle: Eigene Gesamtkostenrechnung, HUK-Coburg, Stand 07/2026. Modellannahmen: Barkauf, Basisförderung 3.000 €, Ladekosten-Mix 75 % Heim- / 25 % Fremdladen, Restwertkurve orientiert an DAT-Marktbeobachtungen. Alle Angaben ohne Gewähr. 

Redaktioneller Hinweis: Diese Tabelle basiert auf einem eigenen Rechenmodell und nicht mehr auf externen Sekundärquellen. Das schafft Transparenz bis auf die Euro-Stelle, ersetzt aber keine individuelle Berechnung: Bereits kleine Änderungen bei Fahrleistung, Ladeverhalten oder Modellwahl verschieben das Ergebnis. Bei 10.000 statt 15.000 Kilometern pro Jahr liegt beispielsweise beim Kombi-Vergleich (VW Passat vs. ID.7) knapp der Verbrenner vorn, bei 20.000 Kilometern wieder das Elektroauto.

 

Grenzen dieses Vergleichs

Die Rechnung in diesem Artikel geht von einer festen Fahrleistung von 10.000, 15.000 und 20.000 Kilometern pro Jahr und einer Haltedauer von 7 Jahren aus. Alle Werte verschieben das Ergebnis erheblich: Bei geringerer Fahrleistung wiegt der höhere Anschaffungspreis stärker, bei höherer Fahrleistung gewinnen die niedrigeren Energie- und Wartungskosten des Elektroautos schneller an Gewicht. In unserem eigenen Modell zeigt sich das etwa beim Kombi-Vergleich: Bei 10.000 Kilometern pro Jahr liegt der Verbrenner knapp vorn, bei 15.000 und 20.000 Kilometern das Elektroauto.

Wie viele Kilometer pro Jahr Sie mindestens fahren sollten, damit sich ein Elektroauto für Sie individuell lohnt, lesen Sie in unserem separaten Ratgeber zum Break-even zwischen E-Auto und Verbrenner.

Alle Grundlagen rund um E-Mobilität liefert außerdem unser Elektroauto-Ratgeber.

 

Anschaffungskosten im Vergleich

Kaufpreis E-Auto vs. Verbrenner

Bei kleinen Modellen ist das E-Auto in der Anschaffung meist teurer, bei großen ist das teilweise bereits nicht mehr der Fall. Der Listenpreis eines Elektroautos liegt bei kleineren und mittleren Modellen meist über dem eines vergleichbaren Benziners oder Diesels. Bei größeren Fahrzeugen dreht sich das Bild inzwischen teilweise: Einzelne Elektroautos sind beim reinen Anschaffungspreis bereits günstiger als ihr Verbrenner-Pendant. Pauschale Zahlen sind daher mit Vorsicht zu genießen. Entscheidend ist daher der Blick auf das konkrete Modell.

Unsere eigene Gesamtkostenrechnung zeigt das für sieben Modellpaare im Detail. Die folgende Tabelle zeigt den Unterschied beim reinen Anschaffungspreis.

Kategorie
Verbrenner
E-Auto
Unterschied
Kleinwagen (Fiat 500 / 500e)
21.000 €
31.990 €
+ 52 %
Kompaktklasse (VW Golf / ID.3)
36.440 €
39.995 €
+ 10 %
Kombi (VW Passat / ID.7)
42.540 €
54.795 €
+ 29 %
Mittlerer SUV (BMW X3 / Audi Q5 / Q4 e-tron)
56.000 €
39.990 €
– 29 %
Mittlerer SUV, Alternative (BMW X3 / Audi Q5 / Q4 e-tron)
56.000 €
52.950 €
– 5 %
Großer SUV (Audi Q8 / Q8 e-tron
89.100 €
85.300 €
– 4 %
Premium (Porsche Panamera / Taycan)
112.000 €
102.600 €
– 8 %

Dieses Muster zeigt sich deutlich: Kleinere Elektroautos sind beim Kaufpreis noch spürbar teurer, größere Modelle nähern sich an oder liegen bereits darunter. Das deckt sich in der Tendenz mit unabhängigen Untersuchungen wie der Agora-Verkehrswende-Studie und einer Studie des ICCT zu vergleichbaren Modellpaaren, auch wenn dort andere konkrete Fahrzeuge und Prozentwerte zugrunde liegen.

 

Förderungen, THG-Quote und steuerliche Vorteile

Bis zu 6.000 € Kaufprämie sind möglich. Für unser Rechenbeispiel setzen wir Basisförderung von 3.000 € an. Seit dem 1. Januar 2026 gibt es wieder eine staatliche, einkommensabhängige Kaufprämie für Elektroautos, die vom BAFA administriert wird.

Die Förderung liegt je nach Haushaltseinkommen zwischen 3.000 € und 6.000 €. Da sie befristet ist und sich Bedingungen ändern können, rechnen wir in unserer Modellrechnung mit der Basisförderung von 3.000 €

Hinzu kommt die Kfz-Steuer-Befreiung: Reine Elektroautos sind laut  Bundesfinanzministerium  bis zu 10 Jahre von der Kfz-Steuer befreit, längstens bis Ende 2035. Ein vergleichbarer Verbrenner verursacht dagegen je nach Hubraum und CO₂-Ausstoß meist 100 bis 400 € Steuer pro Jahr.

Zusätzlich können Halter eines E-Autos die THG-Quote verkaufen. Aktuell liegen die Erlöse bei etwa 270 bis 360 € pro Jahr (Stand Sommer 2026, mehrere Anbieter).

 

Laufende Kosten im Vergleich

Energiekosten: Strom (Heimladen) vs. Kraftstoff

Laden ist deutlich günstiger als Tanken: oft nur rund halb so teuer pro 100 Kilometer. Der Haushaltsstrompreis lag im April 2026 laut BDEW-Strompreisanalyse im Schnitt bei rund 37 Cent pro Kilowattstunde. Die folgende Tabelle zeigt die Energiekosten pro 100 Kilometer im Vergleich, je nach Ladeort und Fahrzeugverbrauch: 15 bis 18 kWh/100 km bei Elektroautos, 6 bis 7 Liter/100 km bei Verbrennern.

Energiequelle
Kosten pro 100 km
Strom, Heimlade-Tarif (31 ct/kWh)
4,65 € – 5,58 €
Strom, Ø Haushaltspreis / Ladekosten-Mix (37 ct/kWh)
5,55 € - 6,66 €
Strom, ausschließlich öffentlich (55 ct/kWh)
8,25 € – 9,90 €
Benzin (2,00 €/L)
12,00 € – 14,00 €

Für unsere Gesamtkostenrechnung setzen wir einen Strompreis von 37 Cent pro Kilowattstunde an. Dieser ergibt sich in unserem Modell aus einem angenommenen Ladekosten-Mix von 75 Prozent Heimladen (31 ct/kWh) und 25 Prozent öffentlichem Laden (55 ct/kWh).

Wer überwiegend öffentlich und insbesondere an Schnellladern lädt, zahlt spürbar mehr:

    • +42 % höhere Energiekosten bei ausschließlich öffentlichem Laden gegenüber dem Referenz-Mix aus 75 % privat/Arbeitgeber und 25 % öffentlich, laut Untersuchung des Fraunhofer-Instituts im Auftrag der NOW GmbH
    • −60 % bei überwiegender Nutzung von eigenem Solarstrom, ebenfalls laut Fraunhofer-Institut/NOW GmbH
    • rund zwei Drittel höhere Kosten bei hohem Anteil öffentlichen Ladens gegenüber reinem Heimladen, laut einer unabhängigen Auswertung des ICCT

Für unsere Gesamtkostenrechnung weiter unten setzen wir vereinfachend einen Ladekosten-Mix von 75 Prozent Heimladen und 25 Prozent öffentlichem Laden an. Dabei handelt es sich bewusst um eine eigene Modellannahme und nicht um einen repräsentativen Durchschnittswert für Deutschland. Sie dient ausschließlich dazu, alle Fahrzeugklassen unter identischen Bedingungen vergleichen zu können. Wer überwiegend zuhause lädt, liegt in der Praxis günstiger als in unserem Modell, wer überwiegend öffentlich lädt, teurer.

Wartung und Verschleiß

Bei der reinen, planbaren Wartung und Inspektion ist das Elektroauto günstiger. Hier entfallen bei Elektroautos klassische Posten wie Ölwechsel, Zündkerzen oder Zahnriemen. Ein Factsheet des Fraunhofer-Instituts (ISI) im Auftrag der NOW GmbH ordnet Wartung, Inspektion und Instandhaltung in der Gesamtkostenrechnung mit rund 9 bis 13 Prozent der Gesamtkosten ein. Für unsere Modellrechnung setzen wir pauschal eine jährliche Ersparnis von rund 500 € bei Wartung und Inspektion an. Die tatsächlichen Unterschiede können je nach Fahrzeugmodell, Fahrprofil und Werkstattkosten davon abweichen. Unterm Strich gilt: Beim reinen Service ist das Elektroauto tendenziell günstiger, im Schadensfall eher teurer.

Diese rund 500 € jährliche Differenz bilden wir für die Gesamtkostenrechnung weiter unten als feste Jahrespauschale ab: 250 € beim Elektroauto, 750 € beim Verbrenner. Das erhöhte Reparaturrisiko im Schadensfall laut DEKRA ist darin bewusst nicht enthalten, das behandeln wir gesondert im Abschnitt „Versicherung und Kfz-Steuer“.

Versicherung und Kfz-Steuer

Pauschal ist ein E-Auto nicht teurer versichert. Bei großen Modellen ist es in unserem Vergleich sogar günstiger. Auch beim Thema Versicherung lohnt der differenzierte Blick. Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) hat Elektroautos und vergleichbare Verbrenner-Modellpaare über 3 Jahre ausgewertet: In der Vollkaskoversicherung melden Elektroauto-Halter zwar seltener Schäden. Die einzelnen Schäden fallen dafür im Schnitt rund 15 bis 20 Prozent teurer aus als bei Verbrennern. Beide Effekte gleichen sich teilweise aus, sodass die Versicherung eines Elektroautos nicht grundsätzlich teurer sein muss. Der Unterschied zwischen beiden Antriebsarten nähert sich der Auswertung zufolge zudem weiter an.

Interne Tarifdaten zeigen allerdings: Dieser allgemeine Trend gilt nicht für jedes Fahrzeug gleichermaßen. Die folgende Tabelle zeigt die Vollkasko-Jahresprämie im Modellvergleich für die Tarife HUK Classic und HUK Classic Select:

Kategorie
Verbrenner (Classic / Select)
E-Auto (Classic / Select)
Unterschied
Kleinwagen (Fiat 500 / 500e)
550 € / 495 €
732 € / 642 €
+33 % / +30 %
Kompaktklasse (Golf / ID.3)
670 € / 585 €
856 € / 752 €
+28 % / +29 %
Kombi (Passat / ID.7)
1.054 € / 902 €
1.283 € / 1.116 €
+22 % / +24 %
Mittlerer SUV (X3 / Model Y)
1.341 € / 1.150 €
1.368 € / 1.188 €
+2 % / +3 %
Mittlerer SUV, Alt. (Q5 / Q4 e-tron)
1.119 € / 980 €
1.053 € / 920 €
−6 % / −6 %
Großer SUV (Q8 / Q8 e-tron)
1.783 € / 1.527 €
1.503 € / 1.293 €
−16 % / −15 %
Premium (Panamera / Taycan)
2.582 € / 2.151 €
1.926 € / 1.624 €
−25 % / −25 %


Pauschale Aussagen zu den Versicherungskosten lassen sich daher nicht auf jedes Fahrzeugmodell übertragen.

Bei der Kfz-Steuer ist die Rechnung eindeutig: Für ein reines Elektroauto muss innerhalb der Befreiungsfrist keine Kfz-Steuer gezahlt werden. Für einen vergleichbaren Verbrenner fallen üblicherweise 100 bis 400 € pro Jahr an, je nach Hubraum und CO2-Ausstoß (siehe Förderabschnitt oben).

Redaktioneller Hinweis: Festgelegte Parameter
Fahrzeugart: Neuwagen, Erstzulassung: 2026, Deckung: Vollkasko (inkl. Teilkasko), Selbstbeteiligung: 500 VK / 150 TK, Werkstattbindung: ja, Haftpflicht-Deckungssumme: 100 Mio. pauschal, SF-Klasse: SF 10, Region: Zulassungsbezirk nahe bundesweitem Median, Fahrleistung:15.000 km/Jahr, Stellplatz: abschließbare Einzelgarage, Fahrerkreis: nur Versicherungsnehmer, männlich, Jg. 1990, ledig, angestellt, Nutzung: privat inkl. Arbeitsweg, Tarifbasis: Marktdurchschnitt 2026, Ausweis: brutto inkl. 19 % Versicherungsteuer, jährliche Zahlweise.

Wertverlust: Warum E-Auto und Verbrenner unterschiedlich altern

Der Wertverlust gehört zu den größten Kostenfaktoren beim Elektroauto und kann einen Teil der Einsparungen bei Energie- und Wartungskosten wieder ausgleichen. Der Wiederverkaufswert ist einer der größten, aber am häufigsten unterschätzten Kostenfaktoren.
Nach Zahlen der Deutschen Automobil Treuhand (DAT) erzielen drei Jahre alte Elektroautos im Schnitt noch rund 50 Prozent ihres ursprünglichen Listenpreises. Bei Benzinern liegt dieser Wert bei rund 63 bis 64 Prozent, bei Diesel-Fahrzeugen bei rund 62 Prozent.
Ein wesentlicher Grund sind Unsicherheiten rund um den Akku sowie die dynamische Entwicklung des Elektroautos. Seine Kapazität sinkt mit der Zeit schrittweise, ein ungewisser oder bereits spürbar reduzierter Akkuzustand macht Käufer gebrauchter E-Autos zusätzlich vorsichtig.

Weitere Gründe für den höheren Wertverlust sind:

Methodischer Hinweis: Belegt sind die DAT-Werte in erster Linie für eine Haltedauer von 3 Jahren. Für unsere Gesamtkostenrechnung über 7 Jahre nutzen wir eine eigene Restwertkurve, die sich an diesen DAT-Marktbeobachtungen orientiert. Für die längere Haltedauer ist sie aber eine Fortschreibung und keine eigene DAT-Erhebung. Andere TCO-Modelle (z. B. das Fraunhofer-Factsheet auf Basis von CHECK24-Restwerten) rechnen vereinfachend mit identischen Restwertkurven für beide Antriebsarten. Wir bleiben bei unterschiedlichen, DAT-orientierten Kurven für Verbrenner und Elektroauto.

 

 Einen ausführlichen Einblick in Ursachen und Höhe des Wertverlusts bei Elektroautos liefert unser separater Ratgeber „Wie hoch ist der Wertverlust eines E-Autos wirklich?“. 

 

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Can-Luca Senghas
Consulting & Projects Lead, e-mobilio GmbH
DEKRA-zertifizierter E-Mobilitätsberater

FAQs zum Vergleich E-Auto vs. Verbrenner

Ist ein Elektroauto günstiger als ein Verbrenner?

Das hängt vor allem vom Fahrzeugmodell, der jährlichen Fahrleistung und der Haltedauer ab. In unserer eigenen Gesamtkostenrechnung über 7 Jahre und 15.000 Kilometer pro Jahr ist das Elektroauto in allen sieben untersuchten Modellpaaren günstiger in der Gesamtrechnung. Der Abstand schwankt aber stark: von rund 4 Prozent beim Kombi bis über 40 Prozent bei einem Mittelklasse-SUV. Bei geringerer Fahrleistung (rund 10.000 Kilometer pro Jahr) kann sich das bei einzelnen Modellen wieder zugunsten des Verbrenners drehen.

Wie stark wirkt sich der Wertverlust auf die Gesamtkosten aus?

Erheblich: Elektroautos verlieren nach aktuellen DAT-Zahlen innerhalb von 3 Jahren im Schnitt deutlich mehr an Wert als vergleichbare Verbrenner. Dieser Effekt kann einen großen Teil der Ersparnis bei Energie- und Wartungskosten aufzehren.

Lohnt sich ein Elektroauto ohne eigene Wallbox?

Der Kostenvorteil beim Laden fällt deutlich kleiner aus, wenn überwiegend öffentlich und insbesondere an Schnellladern geladen wird. Ohne verlässliches Heimladen relativiert sich der Energiekostenvorteil spürbar. Wie groß der Unterschied konkret ausfällt, zeigen wir im Abschnitt „Energiekosten“ oben. Eine eigene Wallbox ist daher der wirksamste Hebel, um den vollen Kostenvorteil zu realisieren.

Ab wann lohnt sich ein Elektroauto abhängig von der Fahrleistung?

Für die meisten Fahrprofile ab rund 10.000 bis 15.000 Kilometern im Jahr. Ab 15.000 Kilometern pro Jahr ist das Elektroauto in unserer eigenen Modellrechnung über 7 Jahre in jeder der sieben untersuchten Fahrzeugklassen günstiger, mit nur einer Ausnahme. Die vollständige Aufschlüsselung nach Fahrzeugklasse und Fahrleistung finden Sie in unserem separaten Ratgeber zum Break-even zwischen E-Auto und Verbrenner.